Entkernung
Zurück auf den tragenden Rohbau — geordnet, sortenrein getrennt und besenrein übergeben.
Was Entkernung bedeutet
Bei der Entkernung wird alles entfernt, was nicht trägt: Bodenbeläge, Estrich, Trockenbauwände, abgehängte Decken, Türen, Zargen, Sanitärobjekte, Heizkörper, Leitungen. Übrig bleibt die Rohbaustruktur — Wände, Decken, Stützen, Treppenhaus.
Das ist der übliche erste Schritt vor einer Kernsanierung, einer Umnutzung oder einem Umbau im Bestand. Und es ist der Schritt, an dem sich entscheidet, wie teuer die Entsorgung wird.
Warum sortenreine Trennung Geld spart
Mischabfall ist die teuerste Abfallart auf jeder Baustelle — oft ein Mehrfaches gegenüber sortenrein erfasstem Bauschutt, Holz oder Metall. Wer alles in einen Container wirft, bezahlt für Bauschutt den Preis von Mischabfall.
Wir trennen deshalb schon während des Rückbaus: Bauschutt, Holz, Metalle, Gips, Kunststoffe, Elektroschrott. Das kostet etwas mehr Arbeitszeit und spart in der Regel deutlich mehr an Entsorgungsgebühren. Altmetall bringt sogar Erlöse, die wir gegenrechnen.
Schadstoffe zuerst
In Gebäuden vor 1995 ist die Entkernung selten schadstofffrei. Asbest in Fliesenklebern und Floor-Flex, künstliche Mineralfasern in Dämmungen, PCB in Fugenmassen, PAK im schwarzen Kleber unter dem Parkett. Wie wir damit umgehen, steht auf der Seite zur Asbestsanierung.
Wir prüfen das vorab und behandeln Schadstoffe als eigenen Arbeitsschritt vor der eigentlichen Entkernung. Umgekehrt herum — erst entkernen, dann Asbest entdecken — wird es teuer, weil dann die ganze Baustelle kontaminiert ist.
- Bestandsaufnahme vor Beginn statt böser Überraschung
- Schadstoffe getrennt ausbauen und deklarieren
- Erst danach der reguläre Rückbau
Ablauf und Dauer
Nach der Besichtigung bekommen Sie ein Angebot mit getrennt ausgewiesener Arbeitszeit und Entsorgung. Eine durchschnittliche Wohnung ist in wenigen Tagen entkernt, ein Bürogeschoss je nach Ausbaustandard in ein bis zwei Wochen.
Wir übergeben besenrein, damit das nächste Gewerk ohne Zwischenreinigung anfangen kann.
Was dazugehört — und was nicht
Das übernehmen wir
- Ausbau von Estrich, Belägen und Trockenbau
- Demontage von Sanitär, Heizung, Elektro
- Schadstoffprüfung und -ausbau vorab
- Sortenreine Trennung und Abfuhr
- Besenreine Übergabe
- Anschließenden Abbruch, wenn gewünscht
Das übernehmen andere
- Statische Berechnungen und Nachweise
- Neubau, Trockenbau, Innenausbau
- Planung und Bauleitung
- Möblierung und Einrichtung
Häufige Fragen
Bleibt das Tragwerk unberührt?
Ja. Entkernung heißt ausdrücklich, dass tragende Wände, Decken und Stützen stehen bleiben. Sollen tragende Teile weg, ist das ein Teilrückbau — der braucht eine statische Beurteilung, die wir vorher einholen lassen.
Können Nachbarn während der Arbeiten wohnen bleiben?
In der Regel ja. Wir arbeiten staubarm, sichern Treppenhäuser und Aufzüge ab und halten die üblichen Ruhezeiten ein. Bei besonders lauten Arbeiten stimmen wir die Zeiten vorher ab.
Wie wird der Abfall entsorgt?
Getrennt nach Fraktionen und in zugelassenen Anlagen. Sie erhalten die Entsorgungsnachweise. Erlöse aus Altmetall rechnen wir gegen.
Was kostet eine Entkernung?
Das hängt vom Ausbaustandard und vor allem von der Entsorgung ab. Wir weisen beides getrennt aus, damit Sie sehen, wo das Geld hingeht, und Angebote vergleichen können.
Sagen Sie uns,
was weg soll
Ein Anruf genügt meistens. Sie sprechen direkt mit dem Inhaber, nicht mit einer Zentrale.